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Die Wand hinter dem Kamin vorschriftsgemäß absichern

Wand hinter Kamin

Damit ein Kamin langfristig sicher betrieben werden kann, müssen schon vor der Montage einige sicherheitsrelevante Aspekte beachtet – unter anderem der Aufbau der Wand, an der der Kamin stehen soll. Was es dabei zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

Wandaufbau hinter dem Kamin frühzeitig berücksichtigen

Bei einem Neubau oder einer Sanierung kann der Aufbau eines Kamins an der gewünschten Stelle von vornherein eingeplant werden. Von Beginn an darauf können alle Voraussetzungen für den reibungslosen und sicheren Einbau der Feuerstätte geschaffen werden. Dazu zählen die nötigen Anschlüsse ebenso wie die Prüfung der Statik und Brandschutz-Vorgaben. Dies gilt unter anderem für die Wand bzw. die Wände, an die der Kamin gebaut werden soll. Da nachträgliche Änderungen in diesem Bereich häufig mit großem Aufwand verbunden sind, ist es wichtig, sich frühzeitig beraten zu lassen und den zuständigen Bezirksschornsteinfeger in die Planungen einzubeziehen. Wenn die Wand hinter dem Kamin alle Vorgaben erfüllt, steht der Abnahme in der Regel nichts im Weg.

Brennbare Wand hinter Kamin schützen

Im ersten Schritt gilt es zu prüfen, ob die Wand hinter dem geplanten Kamin aus brennbaren Bauteilen besteht, solche Teile beinhaltet oder damit verkleidet ist. Wenn diese Frage nicht eindeutig beantwortet werden kann, muss die Wand sicherheitshalber wie eine brennbare Wand behandelt werden. Wenn der Aufwand, brennbare Teile oder sogar die gesamte Wand zu ersetzen zu groß ist, kann die Wand durch einen mindestens 10 cm starken, aus Gasbeton oder Kalksandstein gemauert Brandschutz gesichert werden.

Dadurch erhöht sich das Gesamtmaß der Kaminanlage in der Tiefe um 10 cm gegenüber dem Bau vor einer nicht-brennbaren Wand.

Bei einer brennbaren Wand muss zudem das Rauchrohr entweder mit einem zugelassenen Brandschutzelement (z. B. Wanddurchführung LUX Fix) ummantelt werden oder das brennbare Material muss 20 cm umlaufend um das Rauchrohr durch nicht-brennbares mit geringer Wärmeleitfähigkeit (z. B. Promasil 950KS) ersetzt werden.

1. Kamineinsatz; 2. Wandfutter bzw. Kaminanschlussstutzen; 3. verstellbarer Rauchrohr-Bogen mit Revisionsöffnung; 4. Verbrennungsluftleitung; 5. Auflagerahmen für den Sturz; 6. Sturz; 7. Schürze aus 4 cm Promat oder einem Referenzstoff; 8. Warmluftgitter, freier Querschnitt mind. 500 cm²; 9. Sockel mit Umluftöffnung, freier Querschnitt mind. 400 cm²; 10. Dämmung aus Promasil 950 KS, 6 cm stark; 11. Lastverteilplatte; 12. Tonrohr; 13. Luxfix (Wanddurchführung); 14. brennbare, zu schützende Wand; 15. Estrich-Drehstütze; 16. Funkenschutzvorlage; 17. Abmauerung aus Porenbeton, 10 cm stark; 18. nicht-brennbare Wand/Decke

Schutz ist auch bei nicht-brennbarer Wand erforderlich

Unabhängig davon, ob es sich um brennbare Wand mit Brandschutz oder eine nicht-brennbare Wand handelt, wird innerhalb der Kaminverkleidung zusätzlich eine mindestens 8 cm starke Brandschutzdämmung aus Promasil 950KS vor die Wand geklebt. Dazu werden zwei Schichten 4 cm starke Platten mit Fugenversatz übereinander geklebt. Wie stark diese Promasil-Dämmung ausfallen muss, ist von dem verwendeten Kamineinsatz abhängig. Diesbezüglich sollten Sie auf jeden Fall die Angaben in der Bedienungsanleitung beachten!

Generell muss die Brandschutzwand so weit über die Kaminverkleidung herausragen, dass der Strahlungsbereich der Feuerraumöffnung von 80 cm bzw. der Warmluftaustrittsgitter von 30 cm zur brennbaren Wand abgedeckt ist.

Wandabstände beim Kaminofen

Anders als ein festinstallierter Kamin steht ein Kaminofen in der Regel nicht direkt an einer Wand. Er ist einzig über das Ofenrohr mit dem Baukörper verbunden. Im Sinne des Brandschutzes gibt es aber auch hier bestimmte Mindestsicherheitsabstände einzuhalten.

Boden unter dem Kamin

Neben der Wand muss auch der Boden unter dem Kamin für einen sicheren Betrieb bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Er muss nicht-brennbar sein und der statischen Last der mehrere hundert Kilogramm schweren Kaminanlage standhalten. Wenn für den Boden schwimmender Estrich verwendet wurde und gegebenenfalls eine Fußbodenheizung vorhanden ist, müssen vor dem Aufbau verschiedene Vorkehrungen für den sicheren Stand des Kamins getroffen werden.

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